Laguna sammelt auch Müll

Wir alle tragen Verantwortung

Verantwortung sowohl für uns als Individuum als auch im Außen zu übernehmen ist aus meiner Sicht von großer Wichtigkeit. Ich sehe mich als Gast, hier auf diesem wunderschönen Planeten, den wir Erde nennen, Mutter Erde, Gaia bzw. Pachamama, wie sie auch liebevoll genannt wird.

Gaia beschenkt uns an jedem einzelnen Tag derart reich mit all ihrer Fülle und atemberaubenden Schönheit. So sollte es doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass wir ihr ebenso mit Wertschätzung gegenüber treten. Die Wahrheit sieht leider anders aus und dies zeigt sich uns an jedem Tag. Egal ob ein aus dem Auto heraus geworfener Kaffeebecher, Müll, der in Flüssen oder Seen weiter getrieben wird oder regelrechte Müllberge auf Wiesen und Feldern und vor allem in unseren Sauerstoff produzierenden Wäldern. Ehrlich gesagt, das ist ein Armutszeugnis für unsere gesamte Gesellschaft.

Klar, niemand von uns kann die ganze Welt (vor dem Mülltod) retten, dass erwartet auch niemand. Aber jeder von uns kann einen Beitrag dafür leisten, dass wir wieder Stück für Stück in die Verantwortung gehen und Altlasten früherer Generationen sozusagen neutralisieren. Dies sage ich absolut neutral, ich bewerte niemanden oder deren zurückliegenden Handlungen.

Wir leben im Hier und Jetzt und genau jetzt ist das Handeln angesagt. Und wie bereits erwähnt, jeder von uns kann einen Beitrag für eine müllfreie und gesundende Flora und Fauna leisten.

Ich z.B. übe mich darin, nur wirklich das materiell „anzuhäufen“, was ich tatsächlich zum Leben benötige. Das Thema Nachhaltigkeit und regionale Herstellung hat einen großen Platz in meinem Leben eingenommen und ja, ich sammle Müll, genau den Müll, den andere Menschen achtlos irgendwo, sagen wir mal, haben liegen lassen.

Wir sind nur zu Gast auf diesem Planeten

Hast auch Du Dir schon mal vor Augen geführt, dass wir Menschen hier auf unserem Planeten Erde, eigentlich nur zu Gast sind? Und bist Du Dir dessen bewusst, dass sich ein Großteil unserer Mitmenschen sehr unfreundlich gegenüber der Gastgeberin verhalten? Mal ehrlich, würde es Dir gefallen, wenn irgendjemand zu Dir auf Besuch ist und in Deiner Wohnung Windeln, leere Flaschen, Essensreste oder z.B. Zigarettenkippen hinterlässt?

" Hinterlasse in der Natur keine Spuren, wo nicht einmal die Jahrhunderte die ihrigen hinterlassen haben. "
Aus Spanien

Mich persönlich berührt es sehr im Herzen, wenn ich spazieren gehe und wieder einmal achtlos weggeworfene Dinge, die schlicht und ergreifend in die Mülltonne gehören, den Wald verschandeln, das gesamte Ökosystem schädigen und Tiere gefährden. Und ja, es macht mich manchmal auch wütend, wenn sich andere mit Aussagen wie: „Was geht mich das Leid der Anderen an.“, „Warum soll ich das aufheben, ich habe es doch nicht dort hingeworfen.“ oder „Das ist doch nicht meine Aufgabe!“.Tja, was kann man hierauf noch antworten? Selbstverantwortung ist hier das Zauberwort und für mich schließt dies auch ein, dass ich Verantwortung für die Natur um mich herum übernehme, denn wie gesagt, die Natur gibt uns alles, was wir als Mensch benötigen. Sie schenkt uns den Sauerstoff, der uns atmen lässt und am Leben hält, sie schenkt uns Früchte und Kräuter, Wasser und die Möglichkeit ab und an unsere Seele baumeln zu lassen und Spaß zu haben. Zeit, endlich etwas von all dem zurückzugeben, was meinst Du dazu? 

Müll sammeln – eine endlose Fundliste

Wenn man achtsam durch die Natur streift und eben aktiv Müll sammelt, dann gibt es eigentlich nichts, das es nicht gibt. So fand ich u.a. halb volle Farbeimer, andere Chemikalien und Flüssigkeiten, Porzellan und Glas(Flaschen), Elektroschrott, Bekleidung und Schuhe, auf einem Feld brachte die Erde einen 2x2m großen Bettbezug hervor, Babywindeln, verrotteter Schrott, zurückgelassene Lebensmittelverpackungen und und und.

Der grausamste Fund, ja, ich muss es an dieser Stelle so formulieren, war ein toter Waschbär in einer Gelben Sack Tüte. Ja, richtig gelesen.
Es ist schon einige Jahre her, mit Bekannten war ich außerhalb von Dresden in einem Wald zum Spazieren gehen. Dort wo wir das Auto abgestellt hatten lag bereits abgeladener Haushaltsmüll herum, was mich schon bei unserer Ankunft tierisch ärgerte.

Als wir unseren Spaziergang beendet hatten und wieder am parkenden Auto angekommen waren konnte ich nicht umhin, ich wollte zumindest die groben Sachen wie Tetrapaks z.B. mitnehmen, um diesen Unrat später entsprechend zu entsorgen. Dann fiel mir ein gelber Sack im Wald auf, nur wenige Schritte entfernt. Super, dachte ich mir, da kann man gleich den Sack als Ganzes mitnehmen. Also ging ich ein Stück weit in den Wald hinein und als ich dann vor diesem Sack stand wurde mir bereits sehr mulmig zumute, denn ich sah etwas, dass nach Fell aussah, schwarz und weiß.

Zunächst dachte ich an eine Katze. Allein das ist schon schlimm genug und ich finde auch jetzt keinerlei Worte für ein solches Umgehen mit einem Lebewesen. Mir war wirklich übel. Meine Hochsensibilität und auch aufgrund meiner hohen Empathie berührt mich so etwas in meinem tiefsten Herzen und ja, für mich fühlt sich dies körperlich schmerzhaft an.
Ich ging zu meinem Bekannten zurück und bat ihn zu schauen, ob es sich tatsächlich um ein totes Tier handeln würde, was er dann bejahte. Mir standen die Tränen in den Augen. Wie können Menschen nur derart kalt und unmenschlich sein?

Es war Winter, der Boden hart gefroren, ich hätte den Waschbären am liebsten dort begraben. Aber so war es uns nur möglich, dieses Seelenwesen an eine „geeignetere“ Stelle zu bringen. Dort bedeckten wir den Waschbären mit Blättern und Zweigen. Anschließend machte ich ein kleines Ritual, damit die Seele dieses Tieres in Frieden gehen konnte. Auch jetzt, macht mich dies noch sehr traurig...  

Mein persönliches Fazit – Was ich noch mit auf den Weg geben möchte

Liebe Eltern, Kinder handeln intuitiv, denn bis zu einem gewissen Alter verfügen sie noch über diese natürliche Gabe. Ich sehe oft Eltern mit kleinen Kindern, die völlig natürlich Müll, der z.B. auf einem Gehweg liegt, aufheben und sich nach einem Mülleimer umschauen. Leider unterstützen nur wenige Eltern dieses wertschätzende Tun ihrer Kinder. Aber hey, ihr könnt so stolz auf eure Kids sein, denn sie wissen was richtig ist und sie wissen, die zerbeulte Aludose oder der Pappbecher gehören in den Abfalleimer. Es ist nichts schlimm daran, die Hände kann man wieder waschen. Außerdem lernen Kinder auf diese Weise sehr früh verantwortungsvoll zu handeln. Bitte unterstützt sie dabei, wir können alle voneinander lernen, denn auch die Kinder zeigen uns sehr häufig Themen auf, die bei uns bereits in Vergessenheit geraten sind.

Eines meiner wichtigsten Lebensmottos ist: „Behandle stets alle und alles so, wie auch Du behandelt werden möchtest und hinterlasse alles so, wie Du es vorgefunden hast.“

Am Anfang habe ich mich auch irgendwie „komisch“ gefühlt, wenn ich mit Mülltüten durch den Wald gezogen bin und entgegen kommende Menschen mich nur müde lächelnd oder gar leicht pikiert und tuschelnd anschauten. Aber hey, ich fühle mich gut nach so einer Aktion und ich spüre jedes Mal aufs Neue, dass Mutter Erde ein Stück weit aufatmen kann.

Now it's your turn ;o)

 

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